hard2hear

Hey,

ich glaube, jeder von uns hatte schon mal unfassbar stressige Tage und Phasen im Leben. Phasen, in denen man nur von der einen zur nächsten Aufgabe springt und einfach nur versucht, hinterherzukommen. In diesen Phasen nimmt man sich oft keine Zeit, sich um sich selbst zu kümmern. Und das endet dann meistens darin, dass man unter dem ganzen Stress zusammenbricht.

Unter anderem deswegen ist Stress bei so gut wie allen Menschen negativ konnotiert und löst eher negative Gefühle aus. Wir wollen Stress so gut wie möglich meiden. Wir möchten nicht in diesen Rausch kommen, in dem sich alles nur darum dreht, wie viele To-Dos wir abhaken können – nur damit am nächsten Tag zehn neue dazukommen. Und vor allem möchte man nicht unter dem Stress zusammenbrechen.

Wie man den Stress dann tatsächlich meidet, ist von Person zu Person unterschiedlich. Manche meiden einfach Arbeit im Gesamten. Andere versuchen, sich immer schon alles wegzuschaffen, was geht. Wieder andere legen den Fokus darauf, sich um sich selbst zu kümmern und ihr Arbeitspensum an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Aber egal, wie sehr man es versucht, der gelegentliche Alltagsstress lässt sich leider oft nicht meiden. Deswegen ist es meistens effektiver zu lernen, wie man mit Stress umgeht, anstatt ihn insgesamt zu meiden.

Stress ist für niemanden schön. Aber bei manchen Menschen ist die Angst davor, in Stress zu geraten, ein größerer Stressfaktor als alles andere. Sobald die To-Do-Liste voller wird, fängt das Gedankenkarussell an. Man bekommt Panik und denkt, dass man das alles nicht schaffen kann und gar keine Zeit mehr für andere Dinge hat. Man malt sich schon tausende Szenarien aus, wie das alles enden könnte, und verzweifelt dann an einer Situation, die gerade noch nicht einmal real ist.

Es ist nicht schlimm, dass so etwas passiert. Es ist menschlich, Dinge zu überdenken und zu versuchen zu planen. Aber statt vor dem Stress wegzurennen, sollte man lieber lernen, damit umzugehen.

Das Wichtigste überhaupt ist, dass man bei einer vollen To-Do-Liste einen kühlen Kopf bewahrt. Natürlich ist das nicht einfach, aber es ist enorm wichtig. Denn oft stressen wir uns viel mehr, weil wir Angst haben, in Stress zu geraten, als weil wir wirklich keine andere Möglichkeit haben. Das heißt, dass wir auch irgendwo selbst Schuld daran sind, wenn wir uns stressen. Denn letztendlich können wir selbst steuern, wie wir auf Situationen reagieren, in denen wir viel zu tun haben. Und Stress ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten.

Natürlich ist es vollkommen normal, wenn man beim Anblick einer langen To-Do-Liste erstmal in Panik verfällt. Entscheidend ist dann aber, dass man auch aktiv etwas unternimmt, um dem wirklichen Stress vorzubeugen.

Was eigentlich immer und auch sofort hilft, ist, wenn man die Dinge, die man zu tun hat, aufschreibt. Denn oft kommen uns tausende Aufgaben in den Kopf, die wir uns viel größer vorstellen, als sie eigentlich sind. In dem Moment, in dem wir unsere To-Dos aufschreiben, können wir uns schon ein bisschen zurücklehnen, weil wir keine Angst mehr haben müssen, etwas zu vergessen.

Als Nächstes kann man dann die Aufgaben und To-Dos auf bestimmte Tage und Wochen verteilen. Denn auch wenn wir das gerne könnten: Man kann nun mal nicht alles auf einmal erledigen. Aber indem man sich die Aufgaben ein bisschen aufteilt, wirken die Dinge, die man zu tun hat, schon viel weniger überwältigend. Man hat für jeden Tag kleine, realistische Ziele – und das kann enorm motivierend sein.

Wichtig ist nur, dass man sich dann auch an diesen Plan hält. Es bringt dir nichts, wenn du dir vornimmst, Dinge zu erledigen, und es am Ende trotzdem nicht machst. Es bringt nichts, wenn du anfängst zu prokrastinieren und dann alles in kürzester Zeit erledigen musst. Am meisten hilft es, wenn du einfach anfängst, ohne zu viel darüber nachzudenken. Es geht nicht darum, so viel wie möglich auf einmal zu erledigen – es geht darum, überhaupt etwas zu machen. Denn kleine Schritte sind genauso Fortschritte wie große Schritte.

Wenn man es dann mal nicht schafft, seinen Wochenplan einzuhalten oder Dinge nicht erledigen kann, fühlt man sich meistens ziemlich schlecht. Aber es ist normal, dass nicht immer alles nach Plan läuft. Auch in dieser Situation sollte man sich keinen zu großen Kopf machen. Denn letztendlich ist der nächste Tag eine weitere Möglichkeit, um unerledigte Dinge zu erledigen.

Es ist außerdem extrem wichtig, zwischen all seinen To-Dos die eigenen Bedürfnisse nicht zu vergessen. Auch diese Dinge müssen eingeplant werden und man muss sich Zeit für sich nehmen. Denn auch wenn man dabei Zeit verliert, hilft diese Zeit einem zu entspannen und herunterzufahren. Und das reguliert wiederum Stress. Auch wenn du viel zu tun hast, musst du trotzdem eine Balance zwischen Arbeit und deinen Bedürfnissen finden.

Schau mal: Stress ist unvermeidbar, aber man kann lernen, damit umzugehen. Wenn du dich das nächste Mal stresst, dann versuch erstmal, tief durchzuatmen. Verschaff dir einen Überblick über das, was du zu tun hast. Diese Aufgaben kannst du dann auf bestimmte Tage oder Wochen verteilen. Und wenn du so weit gekommen bist, wird sich deine To-Do-Liste fast wie von selbst kürzen.

Das Wichtigste ist, dass du deine Bedürfnisse nicht vergisst und versuchst, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Du schaffst das, ich glaub an dich!

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