Hey du,
so viele Menschen haben das Gefühl, einen genauen Plan für ihr Leben haben zu müssen. So viele haben das Gefühl, in irgendwelche gesellschaftlichen Standards passen zu müssen: Mit 25 das Studium fertig, mit 28 Kinder, mit 30 heiraten – und all diese Dinge. Aber soll ich dir mal etwas sagen? So oft sind die ungeplanten Dinge viel schöner als die, die man planen kann.
Zum einen kannst du überhaupt nicht alles in deinem Leben durchplanen. Du bist ein Mensch und kannst eben nicht in die Zukunft schauen, du kannst nicht wissen, was dir passieren wird, wie sich deine Träume und Ziele verändern werden, und du wirst nie wissen, wie dein Leben in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren aussehen wird.
Aber irgendwie haben wir dann doch alle so eine Idealvorstellung, wie es am liebsten laufen soll. Manche Menschen haben einen Studiengang, den sie seit der Grundschule unbedingt belegen wollen, andere ein bestimmtes Reiseziel, das sie unbedingt erreichen möchten, und wieder andere einen bestimmten Ort, an dem sie unbedingt wohnen möchten. Die Träume und Ziele vieler Menschen sehen oft total unterschiedlich aus.
Und das ist auch gut so. Genau deshalb musst du nicht in irgendwelche Vorgaben der Gesellschaft passen. Du hast deine eigenen Träume und Ziele, auf die du dich fokussieren darfst und auch solltest. Ganz ohne die ganze Zeit zu hinterfragen, ob du „hinten dran“ bist – denn das bist du nicht. Für dich persönlich gibt es keinen besseren Zeitpunkt, deine Ziele zu erreichen, als dann, wenn du sie wirklich erreichst.
Schau mal, du bist der einzige Mensch auf der Welt, der dein Leben lebt. Das hört sich jetzt selbstverständlich an, aber manchmal müssen wir uns das nochmal bewusst machen. Du bist der einzige Mensch, der all die Dinge durchgemacht und erlebt hat, die du erlebt hast. Es gibt keinen anderen Menschen, der die gleichen Träume und Ziele hat wie du. Es gibt keinen Menschen mit dem exakt gleichen Wissensstand wie du. Es gibt niemanden, der so ist wie du.
Und obwohl du das weißt – obwohl du weißt, dass du ganz andere Grundvoraussetzungen hast als manch andere Menschen – erwartest du trotzdem von dir, in die Standards und Raster anderer Menschen zu passen. Du erwartest, nach derselben Zeit dieselben Ziele zu erreichen, nur um irgendwelche Erwartungen zu erfüllen, die gar nicht zu dir passen.
Du bist niemandem etwas schuldig – nicht den gesellschaftlichen Standards, nicht den Menschen, die etwas von dir erwarten, nicht den Professoren, nicht deinem Arbeitgeber, nicht deinem Land. Die einzige Person, der du etwas schuldig bist, bist du selbst. Du bist es dir schuldig, es zumindest zu versuchen. Du bist es dir schuldig, an deinen Träumen zu arbeiten und für deine Ziele zu kämpfen. Du bist es dir schuldig, Zeit in dich selbst zu investieren und dich um dich zu kümmern. All das bist du dir schuldig, weil du es wert bist und es verdient hast.
Du musst nicht in irgendeinen Plan passen – nicht den von deiner Familie, nicht den der Gesellschaft und nicht einmal deinen eigenen. Du musst akzeptieren, dass du dich veränderst und mit dir auch deine Träume und Ziele. Und das ist okay. Das Wichtige ist nur, dass du immer dranbleibst, dass du immer für dich selbst einstehst und für deine Träume kämpfst.
Am Ende geht es nicht darum, ob du jedes deiner Ziele erreicht hast, sondern darum, dass du es versucht hast. Es geht darum, herauszufinden, welche Träume zu dir passen und wer du sein willst. Es geht darum, dass du dir ein Leben aufbaust, das dich glücklich macht. Und dieses Leben kann man nicht planen – weder du selbst noch jemand anderes kann das. Sondern man muss darauf hinarbeiten, es kreieren, manchmal auch ohne zu wissen, was man überhaupt will. Aber solange du immer die Dinge tust, die sich für dich richtig anfühlen und die zu dir passen, kann ich dir versprechen, dass sich das Leben, das für dich richtig ist, von ganz allein aufbauen wird.
Du musst in kein Raster passen und keinen Plan erfüllen – nicht mal deinen eigenen.Du schaffst das, ich glaub an dich!