Hey du,
man sagt ja immer, dass Selbstliebe Akzeptanz ist und dass man alles an sich lieben muss – auch seine Schwächen. Und ja, das ist ein großer Teil davon. Aber Selbstliebe bedeutet nicht, dass es keine Dinge geben darf, die dich an dir selbst stören. Selbstliebe bedeutet nicht, dass du zu jedem Zeitpunkt zufrieden mit dir sein musst, und Selbstliebe bedeutet schon gar nicht, dass du dich nicht verändern darfst.
Selbstliebe im allgemeinen Sinn bedeutet für mich erstmal, dass man sich selbst akzeptiert. Das heißt, dass man sowohl die schönen Dinge als auch die Dinge, die man vielleicht noch nicht so gerne mag, an sich anerkennt und sagt: „Okay, das bin ich, und das ist gut und in Ordnung so.“ Dazu gehört auch, dass man die schönen Dinge an sich wertschätzt, dass man seine eigenen Bedürfnisse erfüllt, auf seinen Körper hört und aufhört, negativ über sich selbst zu reden. Das sind jedenfalls die Dinge, die für mich zentral sind – aber das kann bei jedem variieren.
Was aber auch zur Selbstliebe gehört, ist eben zu erkennen, was man noch verbessern kann. Nicht mit dem Hintergedanken, dass es gerade noch nicht gut genug ist und man es deswegen ändern muss, nein. Sondern weil man weiß, dass man es besser kann. Weil man sich selbst etwas Besseres gönnt und weil man sich das Leben seiner Träume ermöglichen möchte. Veränderung gehört in dieser Hinsicht zur Selbstliebe – man arbeitet an sich und versucht, sich zu verbessern, ohne den aktuellen Zustand zu verteufeln.
Es hat mal jemand gesagt, dass Disziplin die höchste Form der Selbstliebe ist. Und das ist vielleicht zunächst nicht nachvollziehbar, aber so ist es: Manche Dinge im Leben sind unangenehm. Man muss sich motivieren und aufraffen, sie zu tun. Sie sind vielleicht lästig oder langweilig. Aber man weiß, dass man am Ende des Tages stolz auf sich sein wird, wenn man sie erledigt. Für manche ist das Sport, für andere die Arbeit und für wieder andere das Erlernen einer neuen Fähigkeit. All das passiert nicht einfach – man muss sich dazu aufraffen, es zu tun.
Und genau hier treffen Disziplin und Selbstliebe aufeinander. Es ist vielleicht am Anfang schwer, sich aus dem Bett zu quälen, um joggen zu gehen. Es erfordert Disziplin. Aber man weiß, dass es einem gut tut und man später dankbar dafür sein wird, dass man es gemacht hat. Und weil man sich selbst liebt und der Meinung ist, dass man es verdient hat, glücklich zu sein, rafft man sich auf. Man diszipliniert sich aus Selbstliebe.
Ja, es ist vielleicht unangenehm. Und ja, Veränderung ist schwer. Aber manchmal muss man das eben in Kauf nehmen – aus Liebe zu sich selbst. Natürlich hast du es verdient, das Leben deiner Träume zu leben. Natürlich hast du es verdient, alles zu haben, was du möchtest. Aber es wird nicht einfach jemand kommen und dir all das geben. Es wird nicht einfach der Tag kommen, an dem du dein Traumleben erreicht hast. Du musst hart dafür arbeiten, bereit sein, dich selbst und dein Leben zu verändern. Und dieser Wille, dir dein Traumleben aufzubauen – das ist Selbstliebe. Jede Minute, die du daran arbeitest, arbeitest du für dich. Und darauf kannst du stolz sein.
Weißt du, die glücklichsten Menschen sind die, die akzeptieren. Es sind die, die einen Sinn im Leben sehen, die das Kleine wertschätzen und die sich ihre Träume erfüllen. Es kommt nicht darauf an, ob du jetzt schon da bist, wo du sein willst. Es kommt darauf an, ob du bereit bist, etwas dafür zu tun, um an diesen Punkt zu gelangen.
Selbstliebe bedeutet also nicht nur, alles an sich blind zu akzeptieren. Es bedeutet auch, sich selbst zu verbessern und an sich zu arbeiten. Aber nicht, weil man sich sonst nicht liebt, sondern weil man weiß, dass einen diese Veränderung glücklicher macht.
Vielleicht bist du dir dessen schon bewusst, vielleicht ist das hier auch gerade etwas völlig Neues für dich. Aber sieh es als deine Erinnerung: Fang endlich an, dir dein Traumleben aufzubauen. Denn du hast es verdient. Tu es, weil du weißt, dass es dich glücklich macht. Tu es, um dich selbst herauszufordern. Tu es, um herauszufinden, ob du es schaffen kannst. Tu es für dich.
Du schaffst das, ich glaub an dich!