hard2hear

Hey du,

wir kennen das doch alle, wenn sich unser Kopf anfühlt, als würde er gleich platzen. Wenn aus einem kleinen Gedanken auf einmal eine riesige Welle wird und du einfach nicht mehr aufhören kannst, weiterzudenken. Wenn du anfängst, alles zu hinterfragen, obwohl es gar keinen Grund dazu gibt. Wenn du das kennst, dann ist dieser Blogartikel für dich.

Erstmal ist es superwichtig zu verstehen, dass ein Gedanke kein Fakt ist. Nur weil etwas in deinem Kopf existiert, heißt das noch lange nicht, dass es der Wahrheit entspricht. Und nur weil du etwas denkst, bedeutet das nicht, dass dieser Gedanke zu deiner Realität werden muss. Für manche Menschen ist das selbstverständlich, aber für andere etwas völlig Neues. Auch ich musste anfangs lernen, mich daran zu erinnern, dass nicht alles, was ich denke, ein Fakt ist.

Und ich glaube, das ist der erste Schritt: sich vom Gedankenkarussell zu distanzieren.

Vielleicht fragst du dich jetzt, warum denn nicht jeder Gedanke ein Fakt ist. Dafür musst du nur an deine Kindheit zurückdenken. Weißt du noch, wie du dir vorgestellt hast, dass dein Leben mit 14, 16 oder 20 aussehen würde? Und jetzt erinnere dich, wie es tatsächlich aussah. Ein ganz schön großer Unterschied, nicht wahr? Wenn dein Kopf etwas nicht weiß oder wenn etwas noch unklar ist, dann erschafft er eine Vorstellung – basierend auf deinen Glaubenssätzen und Grundwerten. Und diese Vorstellung kann kompletter Quatsch sein.

Meistens denken wir über Dinge in der Zukunft oder Probleme in der Gegenwart nach. Doch all das sind Dinge, die man nicht vorhersehen kann. Du kannst nicht planen, wie deine Zukunft aussieht, und du kannst auch nicht wissen, wie du ein bestimmtes Problem lösen wirst. Aber dein Kopf kreiert trotzdem eine Vorstellung davon. Viele Gedanken sind also eher ein Versuch, die Zukunft vorauszusagen – aber das kannst du gar nicht. Deshalb ist nicht alles, was du denkst, automatisch die Wahrheit.

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, wie du deine Gedanken sortieren kannst und wie dieses ewige Überdenken endlich ein Ende haben kann. Und ich wünschte, ich könnte dir sagen, wie man das übermäßige Denken ein für alle Mal beendet.

Das Problem ist nur: Das geht nicht. Gedanken kann man nicht einfach ausschalten. Die gute Nachricht ist aber, dass du Kontrolle über deine Gedanken hast. Denn letztendlich entscheidest du, womit du deine Zeit verbringst. Du kannst Gedanken zwar nicht abstellen, aber du kannst dir bewusst machen, dass sie es nicht wert sind, sich damit auseinanderzusetzen.

Auf der anderen Seite ist es natürlich wichtig, sich mit seinen Gedanken zu beschäftigen. Wenn du nicht aufhören kannst, über etwas nachzudenken, dann hat das einen Grund. Und diesen Gedanken kannst du nicht einfach wegschieben oder unterdrücken – es sei denn, dir ist klar, dass das, was du denkst, völliger Unsinn ist. Wenn dich aber etwas wirklich beschäftigt, musst du dich irgendwann damit auseinandersetzen. Und ja, das ist nicht schön. Oft macht es auch keinen Spaß. Aber wenn du dich wirklich von belastenden Gedanken lösen möchtest, musst du verstehen, warum du sie hast. Genau da kannst du ansetzen. Mal ist das schwieriger, mal leichter – aber ich verspreche dir: Wenn du dir wirklich die Zeit nimmst, hilft es.

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie man sich überhaupt mit seinen Gedanken auseinandersetzt. Die einfachste Methode ist, sie erstmal aus dem Kopf zu bekommen. Ob du sie aufschreibst, eine Sprachaufnahme machst oder ein Video – das ist völlig egal. Oft hilft es schon, wenn man einfach mal darüber redet oder schreibt. Denn dabei merkt man oft, dass man sich selbst schon helfen kann. Gedanken in deinem Kopf sind nur Gedanken. Aber wenn du sie aufschreibst oder aufnimmst, werden sie etwas Greifbares – etwas, mit dem du arbeiten kannst.

Manchmal ist es nicht leicht, sich mit seinen Gedanken und Emotionen auseinanderzusetzen. Es kann unangenehm, schmerzhaft und gleichzeitig augenöffnend sein. Aber es ist essenziell, wenn du wirklich etwas verändern möchtest.

Und ich bin mir sicher, dass du das schaffen kannst.

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