Hey du,
es wird oft davon gesprochen, dass man andere Menschen in Schubladen steckt. Dass man sich zu schnell ein Bild von ihnen macht und durch eine Brille voller Vorurteile schaut. Und das stimmt auch. Aber genau dasselbe machen wir oft mit uns selbst.
Du fragst dich jetzt vielleicht, inwiefern man sich selbst in Schubladen stecken kann. Denk einmal darüber nach: Du hast feste Glaubenssätze über dich selbst. Es gibt bestimmte Charaktereigenschaften, die du dir zuschreibst – sowohl positive als auch negative.
Grundsätzlich ist es natürlich gut, ein gewisses Bild von sich selbst zu haben und zu wissen, wer man ist. Aber wir verändern uns ständig. Wir werden jeden Tag mit Situationen konfrontiert, durch die wir uns weiterentwickeln und dazulernen. Deshalb kann man nie ganz genau sagen, wer man ist.
Das viel größere Problem ist jedoch, dass wir oft glauben, genau zu wissen, was wir können und was wir nicht können. Diese Denkmuster sind tief in uns verankert. Und genau dadurch schränken wir uns selbst ein.
Wenn du zum Beispiel denkst, dass du niemals Erfolg haben wirst, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er eintritt. Wenn du dich selbst als unsportlichen Menschen abstempelst, wirst du kaum die Motivation finden, ins Fitnessstudio zu gehen. Wenn du denkst, dass du dumm bist, hältst du dich selbst davon ab, dazuzulernen.
Es gibt viele Dinge, die wir uns über uns selbst einreden und die uns einschränken. Oft liegt das daran, dass wir uns selbst nicht genug vertrauen oder nicht an uns glauben. Wir haben so große Angst davor zu scheitern, dass wir uns nicht mehr trauen, es überhaupt zu versuchen. Doch genau das hilft uns auch nicht dabei, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Denn so beweist du dir selbst jeden Tag, dass du angeblich nicht dazu in der Lage bist.
Wenn wir etwas nicht auf Anhieb können, sind wir schnell demotiviert. Wir denken dann, dass wir nicht gut genug sind. Das ist eine natürliche Reaktion, die du nicht unterdrücken musst. Wichtig ist nur, diese Gedanken wahrzunehmen. Denn sobald du merkst, dass du so denkst, kannst du anfangen, daran zu arbeiten.
Vielleicht denkst du jetzt einmal an die Schubladen, in die du dich selbst steckst. Vielleicht glaubst du, dass du einen bestimmten Job nicht bekommen kannst, dass dich niemand mag oder dass du nicht schön oder nicht schlau genug bist. Jetzt stell dir vor, was du tun würdest, wenn du das nicht denken würdest. Wenn du von dir überzeugt wärst und an dich glauben würdest. Glaubst du wirklich, dass du nicht in der Lage wärst, das zu schaffen, wovor du so viel Angst hast?
Falls du das noch nicht glauben kannst, kann ich dir eines sagen: Du wärst dazu in der Lage. Denn wenn ich eines weiß, dann, dass man alles schaffen kann, wenn man nicht aufgibt und an sich arbeitet. Das ist nicht einfach, aber das bedeutet noch lange nicht, dass du eine solche Herausforderung nicht überwinden kannst.
Viel zu oft zweifeln wir an uns selbst wegen limitierender Glaubenssätze. Weil wir uns einreden, dass wir es nicht schaffen, und weil wir zu viel Angst haben, es zu versuchen. Doch wenn wir an uns glauben würden, wenn wir aufhören würden, uns selbst in Schubladen zu stecken, und wenn wir uns erlauben würden, Fehler zu machen, dann könnte uns kaum etwas aufhalten.
Letztendlich sind es nicht die äußeren Umstände, die uns davon abhalten, unsere Träume zu erreichen. Es sind wir selbst und unsere Unsicherheiten. Diese werden nicht von heute auf morgen verschwinden. Aber du kannst daran arbeiten, dass sie dein Leben weniger beeinflussen – ganz einfach, indem du die Dinge tust, vor denen du Angst hast.
Es ist vollkommen in Ordnung, am Anfang kein Profi in einer Sache zu sein. Das sind wir alle nicht. Das Schöne am Leben ist, dass wir dazulernen und uns weiterentwickeln können. Und dafür muss man zuerst an einem Punkt stehen, an dem es noch etwas zu lernen gibt.
Nimm das als ein Zeichen, damit aufzuhören, dich selbst in Schubladen zu stecken, und endlich anzufangen, an dich zu glauben. Denn wenn du das tust und nicht aufgibst, kannst du alles schaffen.