hard2hear

Über mich

Hey du!


Schön, dass du da bist – erstmal herzlich willkommen bei hard2hear!

Vielleicht fragst du dich jetzt: Wie kommt man eigentlich dazu, so einen Blog zu starten? Tja, hier ist meine Geschichte.

Ich bin Julina, Schülerin in der 12. Klasse, und ich interessiere mich für alles rund um mentale und körperliche Gesundheit. Wie ich das neben Schule und Hobbys noch unterkriege? Das frage ich mich auch manchmal – aber dieser Blog ist für mich mehr als nur ein Projekt. Er ist ein Teil meiner eigenen Entwicklung.

Mit etwa zwölf fing es an: Während der Corona-Zeit habe ich starke Selbstzweifel entwickelt. Ich war unzufrieden – mit meinem Aussehen, meinem Charakter, meinem ganzen Leben irgendwie. Es gab keinen „einen“ Auslöser, aber soziale Medien und die ständigen Lockdowns haben definitiv eine Rolle gespielt-. Plötzlich drehte sich alles nur noch darum, wie ich aussehe, was ich esse und was andere über mich denken. Ich war überzeugt, dass wenn die Zahl auf der Waage kleiner wäre, würde ich mich endlich wohlfühlen. (Das stimmt natürlich nicht.)

Ich habe nie eine „klassische“ Diät gemacht, aber ich habe meine Ernährung so stark eingeschränkt, dass ich in einen typischen „Binge-Restrict-Cycle“ geraten bin. Ich habe mir selbst Essensregeln aufgestellt, die ich nie langfristig durchhalten konnte. Und jedes Mal, wenn ich sie „gebrochen“ habe, kamen die Schuldgefühle – und ich wurde noch strenger mit mir selbst.

Von außen hat das kaum jemand mitbekommen. Klar, hin und wieder gab’s Kommentare von meiner Familie, ob ich nicht noch was essen will, wenn ich nach einem kleinen Salat beim Abendessen schon „satt“ war. Ich war dann insgeheim stolz drauf – es fühlte sich wie ein Erfolg an. Auch Sport wurde zu einem Problem: Wenn ich morgens kein Homeworkout schaffte, war mein Tag für mich gelaufen.

Wie ich da rausgekommen bin?


Irgendwann hatte ich ein Gespräch mit meiner Mama, das wirklich etwas verändert hat. Ich glaube, wir waren gerade dabei, Klamotten auszusortieren, und ich hab einen Kommentar gemacht, der gezeigt hat, wie unzufrieden ich mit mir bin. Sie hat mich dann aufgefordert, mich vor den Spiegel zu stellen und mir selbst zu sagen, dass ich schön bin. Total komisch am Anfang – aber mit der Zeit wurde das zu meinem kleinen Ritual. Jeden Morgen vor der Schule: ein Blick in den Spiegel, ein, manchmal auch nur halbherziges, „Du siehst gut aus.“ Auch wenn es komisch liegt, irgendwann hab ich’s geglaubt.

Ich habe verstanden: Selbstliebe hängt nicht davon ab, wie du aussiehst. Sondern davon, ob du dich selbst akzeptieren kannst – mit allem, was dazugehört. Und genau das konnte ich irgendwann. Nicht perfekt, aber authentisch.

Ich glaube, niemand ist zu 100 % zufrieden mit sich – das bin ich auch nicht. Aber wenn ich mit meinen Erfahrungen jemandem helfen kann, sich ein bisschen früher selbst anzunehmen, dann will ich das machen.

Und deshalb gibt’s diesen Blog.


Die Texte hier sind wie kleine Briefe – an Jugendliche, die mit Selbstakzeptanz kämpfen, an alle, die sich fragen, wer sie eigentlich sind, an Träumer, die nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Und an alle anderen, die manchmal einfach einen ehrlichen Gedankenanstoß brauchen.

Was du hier liest, sind keine wissenschaftlichen Fakten. Es sind Gedanken, Erfahrungen und Realisationen aus meinem eigenen Leben. Dinge, die man manchmal hören muss – auch wenn sie schwerfallen.

Ich hoffe, dass ich dich mit dem, was ich hier teile, inspirieren oder vielleicht sogar ein Stück begleiten kann – auf deinem Weg zur besten Version deiner selbst.

Viel Spaß beim Lesen!
Julina