Hey du,
es ist sehr unwahrscheinlich, dass es irgendeinen Menschen gibt, der noch nie an sich gezweifelt hat. Und es ist sogar noch unwahrscheinlicher, dass es jemanden gibt, der immer zu 100 % mit sich zufrieden ist. Es gehört zum Menschsein dazu, an sich zu zweifeln und manchmal auch unzufrieden zu sein.
Und ja, natürlich ist das kein schönes Gefühl. Natürlich würde man sich lieber selbst lieben und mit sich zufrieden sein. Genau deshalb sollte man sich mit diesem Gefühl auseinandersetzen und im besten Fall etwas dagegen unternehmen.
Das muss aber nicht immer bedeuten, dass man sofort sein ganzes Leben verändert. Nur weil man so, wie man gerade ist, unzufrieden mit sich selbst ist, heißt das nicht, dass man automatisch glücklich wäre, wenn man sein Leben komplett um 180° dreht. Denn Unzufriedenheit kommt oft von innen.
Was ich damit meine: Unzufriedenheit ist häufig eine Art Grundeinstellung. Das bedeutet, dass man – egal wie „perfekt“ man objektiv gesehen ist – immer nach Mängeln sucht. Man findet immer etwas, das einem nicht gefällt. Der Fokus liegt ständig auf dem Negativen. Mit so einer Einstellung ist es natürlich schwer, wirklich zufrieden zu werden.
Das passiert meist nicht bewusst, sondern eher unterbewusst. Aber nur weil es keine aktive Entscheidung ist, heißt das nicht, dass man nichts daran ändern kann. Veränderung ist immer eine Entscheidung – und diese Entscheidung liegt in deiner Verantwortung. Denn es ist dein Leben. Und wenn du nichts daran änderst, wird sich auch nichts ändern.
Veränderung bedeutet, wie gesagt, nicht immer, dass man sein Leben komplett umkrempeln muss. Wenn die Unzufriedenheit von innen kommt, könntest du dein Leben noch so stark verändern – und wärst am Ende vielleicht trotzdem unzufrieden. Denn wenn diese Grundeinstellung bleibt, wird dein Kopf immer etwas finden, das ihm nicht gefällt.
Deshalb muss man oft genau dort ansetzen: bei der eigenen Einstellung. Natürlich kann man ein Denkmuster, das sich über Jahre aufgebaut hat, nicht von heute auf morgen abschalten. Dafür braucht es Zeit und Geduld. Aber es ist möglich – und oft einfacher, als man denkt.
Deine Grundeinstellung entsteht aus den Erfahrungen, die du machst, den Gedanken, die du denkst, und den Dingen, die du tust. Und genau dort kannst du ansetzen. Du kannst beeinflussen, welche Erfahrungen du machst. Du kannst lernen, deine Gedanken zu hinterfragen. Und du kannst deine Handlungen verändern.
Manchmal beginnt das schon mit kleinen Dingen. Zum Beispiel damit, sich selbst öfter zu loben. Oder darauf zu achten, negative Gedanken nicht einfach als Wahrheit zu akzeptieren. Das bedeutet nicht, dass du nie wieder negative Gedanken haben wirst. Es bedeutet nur, dass du ihnen nicht automatisch glaubst – und stattdessen bewusst auch auf die positiven Dinge achtest.
Das klingt vielleicht fast zu einfach. Aber wenn du das über einen längeren Zeitraum machst, wird sich langsam etwas verändern. Du wirst aufhören, ständig nach dem Negativen zu suchen, und anfangen, auch das Gute zu sehen.
Wenn sich deine Grundeinstellung dir selbst gegenüber verändert, wird auch deine Zufriedenheit wachsen. Und das macht das Leben deutlich leichter.
Nur weil Unsicherheit oft von innen kommt, heißt das natürlich nicht, dass du an deinem Leben nichts ändern darfst. Wichtig ist nur, warum du dich verändern willst. Ändere dich nicht aus Hass auf dich selbst. Denn dann wirst du auch verändert nicht glücklich werden. Veränderung sollte aus Selbstliebe entstehen. Aus dem Gedanken heraus, dass du es verdient hast, dich selbst zu mögen – auch wenn dir das gerade noch schwerfällt.
Und auch diese Entscheidung liegt in deiner Hand. Ob du wirklich etwas veränderst oder nicht, liegt in deiner Verantwortung. Wenn du dich verändern möchtest, musst du auch etwas dafür tun.
Wenn du mit deinem Job unzufrieden bist, dann mach dich auf die Suche nach einem neuen. Wenn du mit deinem Körper unzufrieden bist, dann ändere deine Ernährung oder werde aktiver. Wenn du mit den Menschen um dich herum unzufrieden bist, dann versuche, neue Kontakte zu knüpfen.
Du kannst vieles verändern, wenn du wirklich bereit bist, etwas dafür zu tun.
Unzufriedenheit ist normal. Jeder Mensch zweifelt manchmal an sich, und nicht jedes schlechte Gefühl bedeutet, dass man sein Leben sofort drastisch ändern muss. Manchmal verschwindet Unzufriedenheit auch wieder von alleine, weil sie nur eine Phase ist.
Wenn du aber grundsätzlich unzufrieden mit dir bist, dann lohnt es sich, an deiner Grundeinstellung zu arbeiten. Und das beginnt mit einzelnen Gedanken und kleinen Handlungen. Veränderung kommt mit der Zeit – wenn du bereit bist, etwas dafür zu tun.
Du schaffst das. Ich glaube an dich.