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Hey du,

kennst du dieses Gefühl, dass du sofort in Panik gerätst, wenn mehr als drei unerledigte Dinge auf deiner To-Do-Liste stehen? Wir lassen uns alle viel zu oft stressen von dem, was wir noch erledigen müssen. Irgendwo ist das auch natürlich und normal – aber wenn du dich nur noch darauf fokussieren kannst, macht dir das Leben nicht einfacher.

Es ist klar, dass man ein wenig unter Druck steht, wenn man viel zu tun hat. Man möchte alles so schnell wie möglich abhaken, um sich endlich ein bisschen entspannen zu können. Manchmal funktioniert diese Taktik sogar sehr gut und wir schaffen tatsächlich alles, was wir uns vorgenommen haben.

Aber manchmal ist es eben auch so, dass wir das Gefühl haben, unsere To-Do-Liste wird immer länger. Denn zu oft vergessen wir, die selbstverständlichsten Dinge einzuplanen. Wer schreibt sich schon auf seine To-Do-Liste, dass man etwas essen oder trinken soll? Und oft sind es genau diese kleinen, alltäglichen Dinge, die uns die meiste Zeit rauben, aber keinen Platz auf der Liste haben. So wächst die Liste gefühlt immer weiter – und es fühlt sich an, als würden wir nie alles schaffen.

Wenn du außerdem jemand bist, der sich ohnehin leicht stressen lässt, hast du an diesem Punkt wahrscheinlich schon fast ein Burnout-Gefühl erreicht. Wir fangen dann oft an, uns ewig lange den Kopf darüber zu zerbrechen, wie und wann wir alles erledigen sollen – anstatt einfach anzufangen.

Denn wenn man gestresst ist, hilft es selten, alles bis ins letzte Detail durchzuplanen. Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: Man muss sich entspannen und einfach machen. Leichter gesagt als getan, klar. Denn das, was den Stress auslöst, verschwindet ja nicht einfach.

Und genau deshalb erlauben wir uns oft nicht, uns zu entspannen. Häufig sind es gar nicht die To-Dos selbst, die uns stressen, sondern allein das Wissen, dass wir etwas zu tun haben. Dieses Bewusstsein führt dazu, dass wir uns verbieten, runterzufahren. Weil wir Entspannung mit „nichts mehr zu tun haben“ und „alles erledigt“ verbinden. Wir verknüpfen Entspannung mit Unabhängigkeit und Distanz – nicht nur von der Arbeit, sondern auch von unserer Umgebung. Genau deshalb fällt es uns Zuhause oft schwer, loszulassen, während wir im Urlaub problemlos einen ganzen Tag im Bett verbringen könnten.

Vor allem, wenn du viel von Zuhause arbeitest, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du dein Umfeld irgendwann automatisch mit Stress verbindest. Kein Wunder also, dass es dir dort schwerfällt, dich wirklich zu entspannen.

Aber soll ich dir etwas sagen? Der Stress, den du dir machst, ist meistens nur in deinem Kopf. Vielleicht willst du das gerade nicht hören – denn damit wäre es ja „deine Schuld“, dass du gestresst bist. Und das stimmt in gewisser Weise auch. Aber nicht, weil du es bewusst wählst, sondern weil du nie gelernt hast, anders mit Stress umzugehen.

Stress ist völlig unabhängig davon, wie viele To-Dos du hast, welche Verantwortung du trägst oder wie aufwendig dein Job ist. Stress hängt einzig und allein davon ab, wie du auf Situationen reagierst. Lässt du dich davon unter Druck setzen (was bis zu einem gewissen Grad normal ist), wirst du dich natürlich gestresst und überfordert fühlen. Gehst du die Aufgaben aber entspannter an, ersparst du dir nicht nur den Stress – du wirst die Aufgaben wahrscheinlich sogar besser meistern.

Denn Stress ist kein Gefühl, das einfach durch eine Situation ausgelöst wird. Stress ist eine Herangehensweise. Stress ist eine Entscheidung. Er entsteht allein dadurch, wie du auf eine bestimmte Situation reagierst. Und genau deshalb ist es auch völlig in Ordnung, ihn wegzuschieben.

Du wirst nicht produktiver, wenn du dich stresst. Dein Zeitmanagement wird dadurch nicht besser. Deine To-Dos erledigen sich dadurch weder schneller noch effizienter. Das Einzige, was passiert, wenn du dich stresst, ist, dass du dich selbst kaputt machst.Kurz gesagt: Stressen ist absolut unnötig. Alles, was du brauchst, um deine To-Dos zu erledigen, sind Disziplin, Durchhaltevermögen – und vielleicht ein bisschen Anfangsmotivation.

Deine Art, mit Situationen umzugehen, in denen du viel zu tun hast, wird sich nicht von heute auf morgen ändern. Aber wenn du dir bewusst machst, dass Stress eine Entscheidung ist und dass du die volle Kontrolle darüber hast, ob du dich stresst oder nicht, wird sich deine Herangehensweise nach und nach verändern. Denn du wirst deine To-Dos nicht nur genauso gut erledigen können, wenn du entspannter bist – du wirst sie sogar besser meistern.

Ein Mensch ist nicht dafür gemacht, im Dauerstress zu leben. Und auch wenn du die letzten Wochen, Monate oder Jahre so gelebt hast – es ist nie zu spät, etwas zu verändern. Aber du musst daran denken: Nichts wird sich ändern, wenn du selbst nichts änderst.Deshalb ist das hier dein Zeichen, endlich damit aufzuhören, dich wegen jeder Kleinigkeit zu stressen. Denn du funktionierst besser, wenn du diesen Schritt einfach weglässt.

Das passiert nicht von heute auf morgen. Aber wenn du verstanden hast, dass Stress eine Entscheidung und ein wiederkehrendes Muster ist, kannst du dich bewusst dafür entscheiden, etwas zu verändern.

Du schaffst das!

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